DIE WIRTSCHAFTSTÄTIGKEITEN

 

Es waren einmal viele Menschen, die am Fluss lebten und davon abhängig waren, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Am Tanaro haben die Einwohner von Alessandria bis zum Jahr 1500 Arbeit als Feldarbeiter, Holzhacker, Müller, Fischer, Bootfahrer und Gemüsegärtner gefunden. Es gaben Häfen, eine Fähre, um den Fluss zu überqueren, und viele Fischerboote, als man noch mit dem Netz Fische fing.
Der Tanaro lieferte auch die meisten Baumaterialien, die bis zum Anfang des XX Jahrhunderts zur Errichtung der ärmsten Stadtviertel verwendet wurden.
Schließlich schuf die Gewinnung des natürlich oder künstlich entwässerten Bodens auf beiden Ufern Grundstücke, die zur Viehzucht, zum Gemüseanbau und zur Pappelpflanzung genutzt wurden.
Unter spanischer Herrschaft kamen dann dunkle Zeiten, und illegale Tätigkeiten wie
Schmuggel und Diebstahl ("sfroso") begannen sich zu entwickeln.

sez6_1.jpg (44533 byte)

11.jpg (56498 byte)

 

1) Die Müllerei

ES WAREN EINMAL ……

frecce6.wmf (2358 byte) 2) Die Fischerei
3) Die Flussschifffahrt

 

1) Die Müllerei

 

Die schwimmenden Mühlen zum Getreidemahlen sind die ersten Produktionsunternehmen auf dem Fluss gewesen; manchmal konnte man insgesamt sogar achtundzwanzig davon zählen.
Obwohl die Zunft der Müller besonders mächtig und reich war, war ihr Leben sehr hart und das Hochwasserrisiko immer gegenwärtig .
Die Wichtigkeit der Mühlen war unbestreitbar:
die Unterbrechung ihrer Arbeit konnte sogar die Stadtbewohner Hungersnot leiden lassen.
Die Müllerei wurde 1915 am Anfang des Ersten Weltkrieges eingestellt, als man die letzte übriggebliebene schwimmende Mühle beseitigte, die flussabwärts an der heutigen Zitadellenbrücke lag.

 

quattro.JPG (43247 byte)

sez6_am.jpg (74296 byte)

Schwimmende Mühlen

 

2) Die Fischerei

13.jpg (55526 byte)

Man fing regelmäßig Fische mit Hilfe von Booten und Netzen und die Fischerei stellte eine wichtige Nahrungsquelle dar.
Die Frauen gingen dann in die Stadt und verkauften die Fische, die die Männer soeben gefangen hatten, weil die
Flussfische sehr begehrt von den Stadtbewohnern waren.
Durch die Industrialisierung hat sich allerdings das lebenswichtige Verhältnis zum Fluss verändert.
Die Fischerei gilt heute nicht mehr als Synonym für Nahrungsquelle sondern als Hobby.

sez6_pesca1.jpg (28339 byte) Bis zum Zweiten Weltkrieg benutzte man verschiedene Netze wie Waagnetze, man fischte  mit  Zitternetzen und  festen Angelruten  ohne  Rollen.  Nach  dem  Krieg wurden modernere Rutenmodelle produziert und die Angler mussten sich seitdem an Vorschriften halten. sez6_pesca2.jpg (86550 byte)

 

3) Die Flussschifffahrt

 

Die Bootsfahrt ist eine weitere Aktivität, die das Leben auf dem Tanaro in der Vergangenheit gekennzeichnet hat. Dazu wurden auch die kommunalen Mietboote verwendet. Zahlreich waren auch die Anträge auf Bewilligung des Ufergebrauchs zwecks Bootslandung.
Auch die Fähre gehörte zum Alltag.

Die Fähre

sez6_nf.jpg (44974 byte)

sez6-barca.jpg (105077 byte) Ein Boot

Die Fähre in Montecastello

traghetto_bue.jpg (106373 byte)

Der Transport von Menschen und Tieren (Pferde, Maulesel, Esel, Ochsen, Kälber, usw…) erfolgte gegen einen in Heller („centesimi") festgelegten Tarif , der höher oder niedriger war, je nachdem ob man den Fluss tagsüber oder nachts überquerte, ob man nur hin- oder auch zurück wollte, ob das Wasserniveau höher oder niedriger war.

 

frecce093.gif (3667 byte)

Italiano Français vai_home.gif (3186 byte) English Deutsch

frecce092.gif (2704 byte)