MORPHOLOGIE UND HYDROLOGIE

 

Die Länge des Tanaro bis zu seiner Mündung in den Po beträgt 236 Km. Die Flussstrecke von der Quelle bis Fabbrica (46 Km.) weist ein stärkeres Gefälle auf als die folgenden : Zwischen Fabbrica und Lequio Tanaro – insgesamt 60 Km. lang - wird das Gefälle allmählich sanfter.
Der restliche Flusslauf windet sich ab Barbaresco fast flach mit einem Mindestgefälle von 1°. Man unterscheidet also eine Bergstrecke , eine zweite Strecke am Fuss der Bergkette und eine dritte in der Ebene.
Auch
die Flächenvermessung zeigt deutlich, dass der Tanaro ab Niella beginnt, weite Mäander zu ziehen, die die Flüsse der Ebene charakterisieren, während sein Lauf flussaufwärts zwischen hohen Bergen als geradliniger erscheint .
Die Wasserverhältnisse sind typisch für das Voralpenland; die größte Wassermenge wird zwischen dem Frühling und dem Sommer erreicht, wenn der Winterschnee schmilzt und das Schmelzwasser zu den Frühlingsniederschlägen hinzukommt, während im Herbst ein zweiter Wasserstand ausschließlich infolge von Regenfällen registriert wird. Im Sommer ist die Wassermenge relativ klein.
Das Einzugsgebiet beträgt ca. 8.000 Km².
Das hydrographische System des Gebiets wurde in der Vergangenheit einer langsamen Veränderung ausgesetzt, die sich durch Erosion und Sedimentation vollzog. Die erste verursachte nämlich das Einsinken des Flussbettes, die zweite hingegen dessen Erhebung. Aber neben solchen Prozessen lassen sich auch Seitenveränderungen erkennen.
Zur Zeit wird eine Flussbettabsenkung wahrgenommen (von 1 bis 1,5 m.), die sich dadurch erklären lässt, dass der Fluss ein neues Erosionszyklus begonnen hat. Dieser ist dem langsamen progressiven Senkung des Podelta zuzuschreiben (jedem ist das langsame Untertauchen von Venedig bekannt). Solche Senkung in Höhe von ca. 2-3 mm. jährlich neigt dazu, alle in den Po einmündenden Flüsse zu verjüngen, einen Erosionszyklus flussaufwärts aufweisend.
Der Tanaro, besonders in den kurvigen Strecken, bricht oft die Dämme und ist daher veranwortlich für periodische Überschwemmungen weiter Ebenen. Hinterlassen werden dünne Ablagerungen vorwiegend aus schlammigem Sand oder Schlick.

 

Sez3.jpg (26457 byte)

Schematische Darstellung des Tanaro-Einzugsgebiets

 

frecce093.gif (3667 byte)

Italiano Français vai_home.gif (3186 byte) English Deutsch

frecce092.gif (2704 byte)